Bitte nimm dir mindestens eine
Stunde Zeit, wo du nicht gestört wirst. Stell die Klingel und das Telefon ab.
Beginne 15 min vor der für die Einweihung verabredeten Zeit mit einer
Entspannung. Bereite den Raum liebevoll vor, leg Deine Lieblingsmusik auf und
zünde eine Kerze an. Ebenso kannst du Duftöle oder Räucherstäbchen verwenden.
Setze Dich auf einen Stuhl, halte den Rücken gerade, beide Beine sind möglichst
ohne Schuhe bequem auf dem Boden. Wenn du schon Reiki hast, dann lege dir nun
die Hände auf und stimme Dich damit ein.
Zur verabredeten Zeit nimm bitte die Hände gefaltet in Herzhöhe und bitte Deine
Seele darum, diese Einweihung empfangen zu dürfen. Danach lasse Dich einfach auf
Deine Empfindungen ein. Wenn dir es zu unbequem wird, die Hände an der Brust zu
halte, dann lege sie mit den Handflächen nach oben auf Deine Knien ab.
Der Energiefluss verläuft in der Regel in Wellen und dauert zwischen 30 und 60
min. Du spürst ein Kribbeln, ein Schwellen oder auch Wärme und Kälte an
verschiedenen Stellen des Körpers. Wenn diese Empfindungen zur Ruhe gekommen
sind, kannst du dir selbst die Hände auflegen und Dein eigenes Reiki genießen.
Schön ist es, wenn du am Abend der Einweihung ein Solebad (1kg Kristallsalz auf
eine Badewanne) nehmen kannst. Das verstärkt die Reinigung, die sich in Deinem
Körper vollzieht. Während der Einweihung solltest Du sitzen. Der Prozess dauert
etwa 30 Minuten, was aber auch zeitlich variieren kann. Ebenso kann die
verabredete Zeit etwas schwanken, und der Prozess beginnt früher oder später.
Bitte Deine Seele oder Dein höheres Selbst darum, die Einweihung empfangen zu
dürfen. Normalerweise fühlst Du Wärme oder Schwingung, aber keine dieser
Wahrnehmungen ist notwendig, um die Einweihung zu empfangen. Sie funktioniert
auch ohne bestimmte Empfindungen. Wenn Du Dich entspannst und die Veränderungen
Deines Körpers wahrnimmst, kannst Du auch andere Dinge, wie Wärme, Schwingung,
Summen, Farben sehen oder Visionen wahrnehmen. Jeder macht eigene Erfahrungen.
90 % der Menschen nehmen diese Veränderungen wahr, während einige wenige
überhaupt nichts spüren. Die Einweihung hingegen ist in jedem Fall vollzogen.
Die eigenen Empfindungen sind nur eine weitere Bereicherung, aber keine
Voraussetzung für die Einweihung.
Wichtig ist, dass Du während der
Einweihung nicht gestört wirst. Schalte das Telefon und die Klingel ab.
Übungen
Sehr gut zur Vorbereitung ist der Geistreinigende Atem Das korrekte Atmen ist
eine sehr mächtige Methode, um die Reiki- Energie zu verstärken. Dabei ist es
völlig gleich, ob man es während der Behandlung, der Meditation, einer
Einweihung oder im täglichen Leben einsetzt. Sofort strömt die Energie stärker
und harmonischer, und der Geist beruhigt sich durch die Konzentration auf das
Wesentliche. Wir sind es leider viel zu sehr gewohnt, nur flach und kaum
sichtbar im Brustbereich zu atmen, so dass es am Anfang eine sehr bewusste
Achtsamkeit erfordert, Joshin Kokyû-hô korrekt auszuführen - aber die spontan
spürbare Wirkung ist um so angenehmer.
Am angenehmsten (und am energetisch Förderlichsten, wie alle Schüler des Qi-
Gong und Tai- Chi wissen) ist die Übung, wenn der Mund leicht geöffnet bleibt,
und nur die Zunge die Regulation des Luftweges übernimmt: beim durch- die- Nase-
atmen legt man sie an die Gaumendecke, wodurch sich auch der energetische
Kreislauf schließt, beim Ausatmen fällt sie in ihre normale Position zurück.
Wichtig ist die Visualisierung, da das Bewusstsein die Energie lenkt, und nur so
kann diese Methode ihre volle Wirkung entfalten. Die Atmung sollte sich nicht
verkrampfen, kein gewaltsames, tiefes Atmen, keine Veränderung des Rhythmus, es
ist nicht nötig zu übertreiben, die Pause zwischen den Atemzügen zu verlängern
oder übermäßig zu regulieren - die Luft und das Ki werden lediglich in die
richtigen Bahnen gelenkt.
Gerade Anfänger begeistern sich schnell für Joshin Kokyû-hô, da Reiki durch die
zunehmende Intensität wesentlich besser für sie zu erfühlen ist, und außerdem
wird das Ego ein wenig gebremst, da man sich bewusst als Kanal wahrnimmt, der
eben �nur' durchflossen wird, und die Heilung durch einen hindurch geschieht -
und nicht von einem. Weiters hilft die Gassho Meditation sehr gut zum
Einstimmen.
Setze dich in eine bequeme Haltung, bei der du auch nach längerer Zeit nicht
verspannst - der Rücken sollte gerade sein (lehne dich gegebenenfalls an), und
der Kopf in einer Linie zum Rückgrat. Schließe die Augen, lege die
Handinnenflächen mit ausgestreckten Fingern aneinander, und halte sie so, dass
sich deine Handballen in der Höhe deines Herz- Chackra befinden.
Konzentriere dich zuerst auf die "Joshin Kokyû-hô"-Atmung, und richte danach
deine gesamte Aufmerksamkeit auf den Punkt, wo sich die Spitzen deiner
Mittelfinger treffen.
Kaum jemand kann nachvollziehen, wie schwierig es ist, den menschlichen Geist zu
beruhigen, der es nicht selbst versucht hat. Diese Meditation ist eines der
Herzstücke des Usui- Reiki- Systems, und wenn möglich, sollte es morgens und
abends für 20 bis 30 Minuten praktiziert werden.
Sei dabei nicht ungeduldig, und setze dich nicht selbst unter Druck - es gibt
bei dieser Übung kein eigentliches Ziel. Lediglich immer wieder die
Konzentration auf den Punkt zwischen die Mittelfinger zurück zu bewegen, die
eigenen Gedanken dabei nicht zu beachten und ziehen zu lassen - einfach nur
sein. Und das ist nicht eben leicht - Probleme von der Arbeit, die Einkaufsliste
für den nächsten Tag, ein privater Ärger - alles scheint dem aufgewühlten Geist
wichtiger zu sein, als der kleine Punkt zwischen den beiden Fingern. Aber gerade
deshalb ist diese Übung so wichtig und auch wertvoll - du gewinnst ein wenig
Abstand, lässt die Energie in dir ungehindert zirkulieren und wirst vielleicht
sogar erkennen, dass dein Geist sich die meiste Zeit mit unwichtigen Illusionen
und Selbstgesprächen beschäftigt, die dein Interesse eigentlich nicht wert sind.
Wenn es dir angenehmer ist, bei der Meditation zu liegen, oder du die Hände
nicht solange vor dem Herz- Chackra halten kannst, lass sie sanft in den Schoß
sinken, behalte aber die betende Stellung bei. Es geht hierbei nicht um
irgendetwas Starres - du musst dich dabei Wohlfühlen. Solltest du einen Tag
keine Zeit, Ruhe oder Gelegenheit finden, verurteile dich nicht selbst dafür -
Meditation braucht keinerlei Druck, weder von dir selbst noch von außen - dann
wird es auch nicht zur Pflicht-Übung, sondern zum kurzen, aber sehr
energetisierenden Urlaub' von unserer geschäftigen Umwelt.
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